Gutachten zur Kulturentwicklung und Nutzung von Synergien im Bereich der kommunalen Kulturarbeit

Ausgehend von einer drohenden Insolvenz des Kultur- und Kommunikationszentrums Lindenbrauerei hat der Rat der Kreisstadt Unna die Verwaltung am 9. September 2013 beauftragt eine gutachterliche Untersuchung erstellen zu lassen. Diese Untersuchung sollte einerseits aufzeigen in wieweit Einnahmeverbesserungen im Kultur- und Kommunikationszentrum möglich sind, auf der anderen Seite aber auch Kosten eingespart werden können.

Parallel dazu sollte der Gutachter, das Büro Richter aus Osnabrück, prüfen, ob die städtische Kulturverwaltung und die Stadthalle Unna GmbH organisatorisch richtig aufgestellt sind. Das Büro Richter hat in den vergangenen zwei Monaten umfangreiche Gespräche mit allen Beteiligten geführt, Akten gesichtet und Wirtschaftlichkeitsüberlegungen angestellt.
In der Kulturausschusssitzung am 3. Dezember werden die gutachterlichen Überlegungen erstmals vorgestellt, um anschließend eine breite politische Diskussion zu ermöglichen.

Zu den Kernaussagen des Gutachtens:

Stadt der Künste, der Kultur und der Kreativitätswirtschaft

  • Unna hat die Potentiale, sich zu einer national und international angesehenen Stadt der Künste, der Kultur und der Kreativitätswirtschaft weiter zu entwickeln
  • Sobald die Haushaltslage der Stadt dies zulasst, sollte diese Entwicklung vorangetrieben werden
  • Bis dahin mussen die wichtigen Potentiale dafur erhalten und gesichert werden

Rechtsformen

  • Die Leistungen werden grundsätzlich in den richtigen Organisationen / Rechtsformen erbracht
  • Die Eingliederung des Kulturbereiches in die Stadthalle/Stadtmarketing GmbH ist u.a. aus steuerlichen Gründen nicht sinnvoll
  • Für die Fortführung der Lindenbrauerei ist die Rechtsform des Vereins weiterhin sinnvoll
  • Wenn die rechtliche Lage in NRW zulasst, was in Niedersachsen zugelassen wurde, sollte der Kulturbereich incl. VHS und Stadtbibliothek aus steuerlichen Grunden in eine gGmbH überführt und diese der Wirtschaftsbetriebe Unna GmbH als Tochter-GmbH eingegliedert werden
  • In der Stadthalle Unna – Gesellschaft für Veranstaltungen und Marketing GmbH sollte die Stadt 100 % der Gesellschaftsanteile bekommen

Lindenbrauerei e.V.

  • Kultur- und Kommunikationszentrum Lindenbrauerei e.V. ist ein wichtiges Element der Kultur in Unna
  • Lindenbrauerei kann durch einen Konsolidierungsprozess von 2-3 Jahren wieder stabilisiert werden
  • Problemursachen sind erkannt, Vorschläge für eine Verbesserung des Angebotsspektrums, des Gastronomiebetriebes und der Attraktivität liegen vor und können teilweise kurzfristig umgesetzt werden

Stadthalle Unna – Gesellschaft für Veranstaltungen und Marketing GmbH

  • Die Gesellschaft arbeitet erfolgreich in ihren drei Aufgabenfeldern
  • Zusammenführung der Aufgaben Stadthalle, Stadtmarketing, Außenveranstaltungen und Wochenmärkte ist sinnvoll und wird in guter inhaltlicher und ökonomischer Qualität erfüllt

Kulturbereich

  • Kulturbereich ist der wichtigste Knotenpunkt für das Kulturleben der Stadt und für die überregionale Ausstrahlung des Kulturangebotes
  • Kulturbereich ist durch den Verlust von Kulturfachleuten in seinen Wirkungsmöglichkeiten bedroht

Die Präsentation des Gutachters Reinhart Richter:

2 comments for “Gutachten zur Kulturentwicklung und Nutzung von Synergien im Bereich der kommunalen Kulturarbeit

  1. J.Müller
    4. Dezember 2013 at 21:52

    Die Pressemeldungen der Stadt Unna werden hier nur abgetippt…..

    • 5. Dezember 2013 at 09:44

      Stimmt. Erst mal sollte auch jedermensch mal das Original lesen können. Schlüsse ziehe ich, wenn ich mir ein Bild gemacht habe. Das hier ist keine Antwort auf eine Tageszeitung.

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