Manchmal kann man glauben, die hätten alle einen Schaden

Morgen wird Boris Becker darauf pochern, dass er als Legende seiner selbst keinen Schaden nehmen kann, selbst wenn ihn Oliver Pocher den Kakao noch austrinken lässt, durch den er ihn ziehen will. Hoffentlich wird ausreichend anderes Trinkbares zur Hand sein, dass sowohl für Zuschauer als auch für semiprominente Teilnehmer die Sache nicht allzu schlimm wird. Mensch, was ist nur aus dem Bobbele geworden, erwachsen kann man das nicht nennen.

Nun, wirklich gescheiter und erwachsener gehen die Staatslenker in den USA und hierzulande auch nicht miteinander um. Angela Merkel ist plötzlich gar nicht mehr so auf dem Pofalla-Kurs, dass die NSA-Affäre beendet sei. Völlig verblüfft stellt sie fest, dass auch ihr Kanzler-Handy nicht von kontrollierenden Zugriffen der Selbstschutz-Behörde jenseits des Teiches geschützt war. Der noch Außenminister Westerwelle macht eine solche und sieht die Freundschaft gefährdet, Bundesanwaltschaft wird tätig. Barack Obama wird erzittern, das Ganze ist ihm zwar peinlich, aber, wenn er seinen Mitbürgern erklärt, dass es um die eigene Staatssicherheit ging, werden die schon lieb sein. Apropos Staatssicherheit, deren spezifische Befindlichkeiten kennt die Kanzlerin ja noch aus früherer Zeit. Mensch, als wenn das alles so überraschend wäre.

Familie Quandt hat die Spendierhosen an. Nachdem das Füllhorn über die CDU segnend leck geschlagen war, kam nun etwas verspätet und auch etwas weniger kostspielig die FDP an die Reihe. Für die nicht mehr parlamentsfähige liberale Truppe gab es noch 210.000 Euro, sozusagen als vergoldender Abschied aus Berlin … und damit sie die Wahlkampfkasse voll haben, wenn sie um die Rückkehr kämpfen. Mensch, halten die uns für dämlich, dass das alles innerhalb des Zufallsprinzips liegen sollte.

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