Thomas lässt die Lämpchen in der Bürgerhalle glühen

Immer wieder mal, mindestens aber einmal pro Jahr, muss Thomas Schulz ganz in die Höhe streben, sich von einem Lifter fast bis unters Dach der Bürgerhalle hieven lassen und dann beginnt er dort das Schrauben im Lichtkunstwerk. Die vier pyramidal angeordnten Ringe der künstlerisch gestalteten Hallenbeleuchtung wollen mit neuen Glühlampen ausgestattet werden. Diese haben nun mal begrenzte Lebensdauer und wenn zu viele den Geist aufgeben, dann muss Ersatz her.

Glühlampen? Wirklich Glühlampen? Ja, wirklich. Denn ins Kunstwerk dürfen laut Copyright des Erschaffers keine Energiesparlampen. Recht hat er, denn erstens sind die giftig, zweitens halte ich ihre Umweltbilanz für mehr als fragwürdig und drittens finde ich es manchmal schön, wenn an Bewährtem eisern festgehalten wird.

Nur, eigentlich hat die Europäische Union in ihrer unergründlichen Weisheit ja die gemein Glühlampe aus dem Großhandelsangebot verbannt, sind die absolute Raritäten. Nur für den listigen Thomas Schulz nicht. Er hat eine Quelle, die wir hier mal nicht verraten wollen, wo 15-Watt-Glühlampen, völlig passend in die Gewinde des Kunstwerkes im Rathaus, zu Hauf eingelagert sind. „Das reicht schon mal bis nahe meiner Verrentung“, sagt er und fährt wieder hoch  in die Kuppel. Damit die nächsten Lämpchen eingeschraubt werden.

So oft wie früher müssen er und seine Kollegen das allerdings nicht mehr machen. Mit ein paar technischen Tricks hat er dafür gesorgt, dass die Birnen länger als bisher durchhalten, so dass es derzeit im Jahresrhythmus geht. Nur jetzt sollte fürs Stadtfest die komplette Beleuchtung intakt sein. Schließlich sehen das am Abend viele Gäste aus anderen Städten, und die sollen ja einenguten Eindruck bekommen.

Einen Tag fast komplett mit Birnen beschäftigt: Thomas Schulz. (Fotos: Rudi Bernhardt)

Einen Tag fast komplett mit Birnen beschäftigt: Thomas Schulz. (Fotos: Rudi Bernhardt)

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