Kehren wir doch mal zurück ins Konstruktive

Die SPD-Fraktion tagte mit einer Sondersitzung im Atelier der Lindenbrauerei. Vorsitzender Hoffmann und die sozialdemokratischen Ratsmitglieder wurden sich einig, dass jede konstruktive und vor allem weiterführende Kritik intern gestattet sei, dass die SPD-Fraktion aber auch ein klares Bekenntnis ablegt: „Wir stehen zum Ankerpunkt Lindenbrauerei und dem Kulturzentrum, das zu Unna gehört.“

Klare Worte und Standpunkte. Damit stellen sich viele der Unnaer Ratsmitglieder zustimmend hinter den Inhalten einer Ratsvorlage auf, die am kommenden Montag (9. September 2013) abzustimmen ist. 200.000 Euro Soforthilfe sollen in die Brauerei fließen, damit sie ausreichend Zeit hat, für eine gemeinsam mit vielen Verantwortlichen diskutierte Neuaufstellung hat.

Eine Bemerkung indes, sei gestattet. Vor Tagen rumpelte es aus dem politischen Raum urgewaltig in die Öffentlichkeit. Von „rollenden Köpfen“, die manche sehen wollten, war die Rede. Es sei noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass hier über Menschen geredet wird. Und selbst für den Fall, dass die verbale Kraftmeierei wahlkämpferischen Reflexen zu schulden sein sollte oder der Vermutung, dass solches gerade ins Mainstreambild unserer Stadt passen könnte, mit Kopfschütteln ist die Reaktion sprachempfindlicher Zeitgenossen nur unzureichend umschrieben. Uwe Weitkamp, Vorsitzender des Brauereivereins, traf es genau, als er darauf aufmerksam machte, dass dergleichen jakobinisches Vokabular vor die Bastille gehöre und nicht an den Platz der Kulturen.

Nun sollte jedermensch in Unna das Kopf-roll-Säbelrasseln durch zielorientierte und aufbauende – wenn auch kritische – Begleitung eines Prozesses ersetzen, der dazu dienen kann, eine der gesamten Stadt wichtige Einrichtung mit inhaltlichem Blick auf eine gesicherte Zukunft zu erhalten. Unna und seine Stadtkultur sind eigentlich dafür bekannt, dass zwar bisweilen ein rauher Ton herrschen kann, aber auf keinen Fall einer, der dauerhaft verletzend ist.

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