Hartmut Ganzke zur Berichterstattung in ARD-„Plusminus“

Unnas Landtagsabgeordneter Hartmut Ganzke wurde in einem Bericht des ARD-Magazins Plusminus im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Fall von windigem Ticketvertrieb genannt. Dazu veröffentlicht er die folgende Stellungnahme:

Stellungnahme von Hartmut Ganzke zur
Berichterstattung in der ARD-Sendung Plusminus vom 21.8.2013

1. Michael Jeschke und mich verbindet eine Jahrzehnte alte Freundschaft. Gleiches gilt für seine und meine Familie. Seit ich anwaltlich tätig bin, vertrete ich sowohl Michael Jeschke als auch seine Angehörigen in juristischen Fragen. Aus dieser Verbundenheit resultierte schließlich auch das Vertrauen, das mich veranlasste, einer Bitte um finanzielle Hilfe von Michael Jeschke nachzukommen. Dabei habe ich die Vorsicht, die aus heutiger Sicht geboten gewesen wäre, vernachlässigt.

2. Vor diesem Hintergrund habe ich Michael Jeschke und seiner Mutter vorübergehend durch Zwischenfinanzierungen persönlich finanziell unterstützt. Dazu ist auch meine Kreditkarte benutzt worden. Diese Zahlungen von meinem Konto sind von Michael Jeschke bzw. seiner Mutter nach spätestens zwei Monaten wieder ausgeglichen worden. Insofern gab es meinerseits zu keinem Zeitpunkt einen Anlass, an einem sorgfältigen und verantwortlichen Umgang der Gelder zu zweifeln, insbesondere dass alle Vorgänge ordnungsgemäß verbucht werden. Insgesamt belief sich unser Geldverkehr auf rund 55.000 Euro – und zwar über einen Zeitraum zwischen dem 17. 10. 2011 und 18. 6. 2013.

3. Alle unsere Zahlungen bzw. Rückzahlungen liegen meinem Steuerbüro vor. Es war und ist auch gegenüber den Steuerbehörden für die geforderte Transparenz gesorgt.

4. Über die Recherchen von der ARD-Plusminus-Redaktion war ich vor meinem Urlaub informiert, aus dem ich erst am 21. August 2013 zurückkehrte. Ich war allerdings in dieser Zeit nicht in der Lage, eine wie auch immer geartete Stellungnahme abzugeben, weil ich erst jetzt von meiner Schweigepflicht aus dem bestehenden Mandanten-Anwalts-Verhältnis entbunden wurde.

5. Heute muss ich zweifellos sagen, dass mein Verhalten als zu gutgläubig bezeichnet werden muss. Mit dem Kenntnisstand von heute würde ich eine ähnliche Hilfe nicht geben. Damals indes erschien es mir als reiner Freundschaftsdienst und vor dem Hintergrund der Tatsache, dass meiner Person daraus keinerlei Vorteile entstanden sind und auch nicht entstehen werden, auch vertretbar.

Unna, 22. August 2013
gez. Hartmut Ganzke

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