Aus der Rathausgalerie (7): Erst der „Durchbruch des Lichts“, dann der Durchbruch des Peter Menne

Im ersten Stock des Rathauses hängt ein urwüchsig wirkendes und flächig einnehmendes Gemälde. „Durchbruch des Lichts“, und es stammt aus dem Werk von Peter Menne, der 1960 in Unna geboren wurde, als Multitalent bereits daheim auf sich und seine besondere Persönlichkeit aufmerksam machte und dann in die Welt zog. Australien, Indochina, Indien, Nepal, Orient, Nord- und Zentralafrika, Nord- und Südamerika und noch viel mehr, das waren Stationen, die er aufsuchte, besuchte und nach Eindrücken suchte, die er auch stets fand. Jedenfalls kehrte er mit so vielen davon nach Deutschland zurück und hatte neben diesen auch noch ein paar zusätzliche Begabungen mitgebracht. Heute wird er als Maler, Bühnenbildner, Filmschaffender und Musiker geführt.

„Durchbruch des Lichts“ ist sicher ein „früher Menne“, heutige Arbeiten aus seiner Hand signalisieren sicher auch die heutige Reife. Aber Duktus und Formgebung, Farbwahl und Ausnutzung einer Flächigkeit zeigen bereits, dass in diesem Peter Menne richtig viel steckt.

Und das sahen und lernten auch Peter Möbius, der damals mit dem Hoffmanns Comic Teater nach Unna kam, Claudia Roth, die heutige Grünen-Vorsitzende dabei hatte und mächtig Leben in Unna aufscheuchte. Er war einer derer, die Peter Menne und vielen anderen (Beispiel Andy Koch) Wege in künstlerischen Ausdruck schmackhaft machte. Später kam projektorientiert auch noch Rio Reiser dazu und hinterließ Spuren in der Stadt, die es verständlich machen, dass er zu den größten Beeinflussern deutscher Rockmusik schlechthin gehörte.

Und Peter Menne war mittendrin und prägte kräftig mit, was Unnas Kulturhumus damals so fruchtbar machte. Er war Grafiker und Bühnenbildner des HTC und malte seine Handschrift in die Unnaer Stadtkultur. Allerdings blieb Peter Möbius nicht der letzte Regisseur mit dem er arbeitete. Helmut Palitsch kennen alte Kenner der heimischen Szene noch persönlich, der Holländer Kees Campfens, Tony Glaser aus den Staaten, Nada Kokotovic und Eddy Vereyken aus Belgien kamen hinzu.

Ellenlang ist die Filmothek der Streifen, an denen Peter Menne sein Filmarchitektur verfeinerte. Schon lange ist seine persönliche Szene deutschlandweit (mindestens) orientiert.

Und so einer hatte mal seine Bilder in unser Rathaus gehängt, cool, was?

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