Eine topfite Skatrunde radelt quer durch Europa

Sie sind ein Skatclub, sie sind zu Fünft, vier ehemalige  Banker und ein Betriebswirt a.D. und einer ist noch aktiv, der Grund, warum dieser eine nicht an allen spannenden Aktivitäten seiner Freunde teilnehmen kann, was er ziemlich bedauert. Und sie kommen aus Coesfeld, Dortmund, Münster und 2x Unna, einmal davon aus Massen. Das ist die ebenso muntere wie unternehmungslustige Truppe von Wolfgang Barrenbrügge, die gerne mal ausgedehnte Radtouren durch unsere Republik und angrenzende Länder unternimmt. Allesamt bei bester Kondition – wen wundert’s der Wolfgang ist kompromissloser Schwatz-Gelber – und fabelhafter Rentner-Verfassung.

Die vier von der Skatrunde auf einer Moldaubrücke in Prag.

Die vier von der Skatrunde auf einer Moldaubrücke in Prag. (Fotos: Privat)

In diesem Jahr hatten sie sich so richtig was vorgenommen. Zur vierten der ambitionierten Radler-Touren sollte es von Bad Schandau an Elbe und Moldau entlang bis nach Tschechiens wunderschöner Hauptstadt Prag gehen. „Das war ein Traum“, schwärmt Wolfgang Barrenbrügge, den vor allem die kleinen, beschaulichen Ortschaften entlang der Route faszinierten, wo um jede Straßenecke die KuK-Geschichte  aus der Jahrhundertwende vom 19. ins 20. lugte. „Einfach toll!“

Die vorangegangenen Touren führte den umtriebigen Skatclub die Elbe entlang von Hitzacker bis Wittenberg, dann ging es von der Quelle der Unstrut über Freyburg (da kommt der legendäre Rotkäppchen-Sekt her) zur Saale und dann entlang der Saale bis Bad Schandau, dem diesjährigen Ausgangsgpunkt. Es lässt sich unschwer erkennen, dass da in geplanten Etappen geradelt wird.

Jeweils eine Woche sind die Radler unterwegs. Das ist genau der Zeitraum, den sie sich stets vor Reiseantritt setzen. Und den halten sie auch durch, auch wenn es mal – wie dieses Jahr – recht schwer fällt. „Es war super heiß“, erinnert sich Wolfgang Barrenbrügge und lässt vor dem inneren Auge noch mal alle Stationen entlang von Elbe und Moldau vorüberziehen. „Wir haben noch sehr reale Blicke auf das Hochwasser werfen können, allerdings hielt sich der Schaden an den Ufern der Flüsse in Grenzen“, erzählt er.

Gut ausgebaute Straßen, ungünstigstenfalls gerade im Ausbau befindlich, führten die westfälische „Tour d’Europe“ vorbei an Decin, Litomerice oder Melnik bis nach Prag. Das Faszinierendste während der Überland-Fahrten: Man konnte sich mit 0,5 Litern Bier bester Brauart für ganze 1,20 Euro erfrischen. In Prag hatte das Wetter ebenfalls vor, sich von seiner besten Seite zu zeigen. Zwei Tage Sonne, einen Tag Regen, da strahlte die „Goldene Stadt“.

„Wir sind wunderbar freundlichen Menschen begegnet, die Älteren unter ihnen waren gern bereit, ihre bemerkenswerten Deutschkenntnisse an uns zu testen“, erinnert sich Wolfgang Barrenbrügge. Und was ihn und seine Freunde geradezu verblüffte, war die Tatsache, dass in vielen Gesprächen mit den Menschen herauskam, dass sie bei den geschichtlichen Erzählungen gern auf die KuK-Historie Bezug nähmen.

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