„Unser Jochen“ verabschiedete sich in den Pensionärs-Alltag

„Unser Jochen“ verabschiedete sich am 2. Tag seines recht plötzlich und für viele überraschend eingetretenen Pensionärsdaseins von seinen liebgewonnenen Kolleginnen und Kollegen – und die bevölkerten in raumfüllender Anzahl gestern Morgen (2. Juli) die Caféteria des Rathauses in angespannter Erwartung dessen, was „Unser Jochen“ Buschieweke in seiner lockeren Abschiedsrede äußern würde. Doch erst einmal ließ er seine Gäste aus dem Jugendbereich der Stadt Unna, aufgefüllt durch manch‘ andere Anwesenheit von Freunden und Bekannten aus anderen Fachgebieten und durch die aktuell vertretenen Mitglieder der legendären „Kaba-Gang“ (Spätfrühstücker, die gern gemeinsam eine Tasse heißen Kakaos zu sich nahmen) essen und trinken und einem halben Dutzend seiner berüchtigten Witze lauschen, die er fröhlich in die Runde posaunte.

Jochen Buschieweke verabschiedete sich von vielen Freunden und Kollegen/inn. Tschüss, Jochen.

Jochen Buschieweke verabschiedete sich von vielen Freunden und Kollegen/innen. Tschüss, Jochen.

Dann aber wurde es doch noch mal ernst und Jochen erzählte von sich, wie er 1992 nach Unna gelangte und vom damaligen Personaldezernenten „Ömmes“ Jürgens als zukünftige Geheimwaffe ins Amt implantiert worden war. Dass er zuvor im Münsterland dabei half, der Gemeinde Warendorf auf die Beine zu helfen. Dass er zwischenzeitlich mal Persönlicher Referent des letzten ehrenamtlichen Bürgermeisters von Unna, Wilhelm Dördelmann wurde, ein Job, der ihm nach den Kommunalwahlen 1999, von Wilhelm Dördelmanns Nachfolger Volker Weidner (CDU) flugs entzogen wurde. So bewährte er sich vorübergehend im ZIB beim Kulturbereich als hartnäckiger Bewahrer der Verwaltungsarbeit, um aber immer wieder unter Heimweh nach dem Jugendbereich zu leiden, wohin er dann schicksalsgnädigerweise zurück versetzt wurde, als dies möglich war.

Till Knoche las ein Gedicht vor, das Heinz Bischoff für seine Freund geschrieben hatte, weil krank, aber nicht vortragen konnte. (Fotos: Rudi Bernhardt)

Till Knoche las ein Gedicht vor, das Heinz Bischoff für seine Freund geschrieben hatte, weil krank, aber nicht vortragen konnte. (Fotos: Rudi Bernhardt)

Den zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dankte er gestern Morgen noch einmal, für die Geduld, die sie mit seiner Person und seinen Witzen gehabt hätten, für eine schöne Zeit, die nun einigermaßen überraschend endete und für vieles, das er von ihnen und mit ihnen erlebt und gelernt habe. Und da musste ich „Unseren Jochen“ ganz schön bewundern, denn seine Stimme blieb dabei fest und ohne gerührtes Beben. Bravo!

Nun war es an Heinz-Dieter Edelkötter, für sich und seine Kolleginnen und Kollegen zu danken, was er auch warmen Wortes tat und dem scheidenden Kollegen Amtspräsente der ganz persönlichen Art überreichte, begleitet von den Wünschen, dass er nun in ein etwas ruhigeres Alltagsfahrwasser steuern möge.

Und ich – ich verabschiedete mich auch: „Wann biste wieder da?“ „Bis Donnerstag“, kündigte Jochen an, wenn sich die „Kaba-Gang“ wieder trifft, deren gelichtete Reihen ich seit Jahren auffülle.

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