Jugend forscht mit Kastanien und Rinderblut

Mit besonders jugendlichen Experten-Vorträgen machen die Ratsausschüsse zunehmend bessere Erfahrungen. Sorgte unlängst ein souveränes Trio von der Massener Schillerschule vor dem Schulausschuss für begeistertes Staunen, machten nun vor dem Umweltausschuss Luca Bluhm, Mathias Hoose und Noah Ulrich von der Peter-Weiss-Gesamtschule tiefen Eindruck. Die drei hatten bei „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb den 3. Platz im Bereich Chemie belegt. Und mit was? Mit Recht!

 

Auf dem Schaubild erläuterten die jugendlichen Forscher ihre Arbeit.

Auf dem Schaubild erläuterten die jugendlichen Forscher ihre Arbeit.

Nach ein wenig nervösem Beginn (ist ja wohl auch verständlich) arbeiteten die drei Jungen sich prima in den Vortrag ein und zeigten den Mitgliedern des Umweltausschusses, was sie da in langer und fleißiger Arbeit geleistet hatten.
Bei ihren Experimenten ging es den PWG-Schülern darum, die Waschmittel-Qualitäten von Naturprodukten (z.B. Rosskastanie oder indische Waschnuss) bei unterschiedlichen Textilarten und ebenso unterschiedlichen Fleckenverursachern zu testen.
Anschaulich erläuterten sie die Wirkweise der natürlichen Waschmittel („Sie kennen das ja, wenn Regen auf zermatschte Kastanien fällt, dann schäumt das!“). Und die Evaluation des Experimente waren für die Jungen ebenso überraschend wie für ihr Publikum: Es gab tatsächlich Flecken, die ließen sich mit Rosskastanie ebenso gut auswaschen wie mit dem nach wie vor als Maßstab geltenden Persil.
In mühseliger Kleinarbeit hatten die jugendlichen Chemiker der Kastanie einen waschfähigen Extrakt entzogen und den unterschiedlichen Probe-Textilien beigemischt, dass sie ein säuberndes Werk verrichten. Meist war das, wie sie erzählten, von Erfolg gekrönt. Nur bei einer Fleckenart machte das rein biologische Mittel die Grätsche. Rinderblut erwies sich als zu hartnäckig, da streikten der Kastanien Künste.

Die drei PWG-Schüler hielten einen eindrucksvollen Vortrag vor dem Umweltausschuss. (Fotos: Rudi Bernhardt)

Die drei PWG-Schüler hielten einen eindrucksvollen Vortrag vor dem Umweltausschuss. (Fotos: Rudi Bernhardt)

„Das war ein Super-Vortrag“, schwärmte Ausschussmitglied Peter Glowalla und war sich mit dem Vorsitzenden Michael Sacher einer Meinung: „Das werden mal PWG-Absolventen, die sich zielgerichtet mit den menschlichen Eingriffen in unsere Umwelt auch beruflich auseinandersetzen.“

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