Messi, Mkhitaryan oder wer auch immer – Hauptsache begabt

Nun beginne ich langsam ein wenig unruhig zu werden. Wann immer, wo immer, wessen Veröffentlichungen auch immer ich aufschlage und den Buchstabensalat in diesen zu entwirren versuche, jede BVB-bezügliche Nachricht endet mit ein und demselben: dem Fragezeichen.

Dabei wollen Leserinnen und Leser doch eher mal Antworten auf Fragen, die sie sich selbst stellen und können schwerlich Antworten servieren auf Fragen, die Zeitungen oder andere Medien stellen. Das stört die Medien allerdings weniger, allen voran nicht das papierne Medium, das inzwischen auf noch Kohle dafür haben will, wenn es seinen Rezipienten und den dazugehörigen -innen auf dem interneten Wege dumme Fragen stellt.

„Wird Gündogan der neue Götze?“ Hä, Gündogan ist ein Sechser und um einiges länger als Götze und wie kann es einen neuen Götze geben, da es nur einen Götze gibt und der ist demnächst für den FC Bayern auf dem Feld – wenn denn Platz in der ersten Elf für ihn bleibt.

„Präsentiert der BVB bald seinen ersten Star-Transfer?“ Sicher nicht, denn den ersten hat er präsentiert, als Götze wechselte. Schließlich ist es auch ein Transfer, wenn ein Verein einen Spieler abgibt. Und Verteidiger Sokratis ist ja auch schon präsentiert worden – als Neuzugang beim BVB. Also, was war das? Richtig, eine richtige dämliche Frage!

Jetzt frage ausnahmsweise ich mal: Wer zum Geier ist Henrikh Mkhitaryan und wie zum Geier spricht man den aus? Die schwatz-gelbe Wand muss doch eine Chance bekommen mal vorher zu üben, wie der gute Mann skandiert werden kann.

Aber weiter mit den Fragen, die weiter BILDen.

Ist Mkhitaryan diese Summe wert? Woher soll ich denn das wissen, aber 23 Mio. Euro sind ja schon mal eine Marke. Ich kenne diese Marke zwar noch nicht, weil ich heute noch kein Wort mit Susi telefoniert habe, aber angeblich will der BVB nicht mehr für den schwer auszusprechenden jungen Mann von Schachtjor Donezk bieten. Schachtjor will ebenso angeblich 30 Mio. und das ist die Truppe, die unsere im Viertelfinale der CL recht deutlich wegschubste. Bei denen ist Henrikh Mkhitaryan, übrigens Armenier, Top-Goalgetter und Top-Scorrer in einem – ein junger Zidane, den er auch als Vorbild erwählt hat, mit 25 Toren in 25 Spielen (nein, er heißt in deutscher Übersetzung nicht Müller). Also anscheinend ist er die Summe wert, die der BVB zu zahlen bereit wäre.

Also, nachdem der multimediale Hype fast alle Kontinente durch hat, auf denen begabte Fußballspieler geboren werden können, wächst meine Spannung ins Unermessliche, wer es am Ende wirklich werden wird. Und wie viele begabte Fußballer der BVB erwählen wird.

Aber ich gebe schon zu, dass ich langsam – bei allem grenzenlos wirkenden Vertrauen, das ich in unseren Trainer, unseren sportlichen Direktor und unsere hochkompetente Scouting-Truppe habe – doch rappelig werde. Susi (ich meine Michael Zorc, den ich aus dem Süden des Stadions vom ersten Ballkontakt bis zum Abschiedsspiel verfolgte), bitte, melde bald Vollzug, damit ich wieder ruhig einschlafen kann.

Und ich endlich mal eine Spekulalation lese, die mit einem Ausrufungszeichen endet.

Im Freundeskreis kam schon auf: Es wird doch wohl nicht Messi sein?

 Hat den nicht jemand kürzlich dabei beobachtet, wie er tapfer eine Currywurst verschlang und neben ihm eine großbuchstabige Zeitung lag, deren Inhalt ihm von einem Dolmetscher übersetzt wurde, während Lionel unerschrocken seine Mantaschale vertilgte – und im Hintergrund des Youtube-Postings war doch tatsächlich der Florian im Nebel des Sprühregens zu erkennen?

 

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