„Erscheinen – Verschwinden“ – Kunstwerk am Afferder Bach

An der Seseke und ihren Zuflüssen tut sich was! Seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 sind nicht nur die Renaturierung der Gewässer und des damit verbundenen Ausbaus des Radwegenetzes vorangeschritten: Auch das Kunstprojekt „Über Wasser gehen“ erfährt mit unterschiedlichen Kunstinstallationen in diesem Sommer Zuwächse an verschiedenen Standorten entlang dieser Route. Den Auftakt einer Eröffnungs-Stafette bildet am 14. Juli 2013 in Unna-Afferde die Installation von Claudia Schmacke.

Das Kunstwerk an der Mündung des Afferder Bachs in den Massener Bach, dessen Realisierung durch den Kulturbereich der Kreisstadt Unna, die Stadtwerke Unna und den Lippeverband als Projektpartner ermöglicht wurde, wird am 14. Juli um 14.30 Uhr offiziell „enthüllt“, bereits ab 14 Uhr wird gefeiert. Dabei bieten die Künstlerin Claudia Schmacke und Billie Erlenkamp, die Kuratorin des Projektes „Über Wasser gehen“, die Gelegenheit zum Künstlerinnengespräch. Die Moderation übernimmt die Schauspielerin und Kabarettistin Veronika Maruhn.

Der ADFC bietet im Vorfeld ab 10.30 Uhr vom Rathaus Unna aus eine Radtour entlang der Seseke an, der SV Afferde lädt mit dem Angebot von Speisen und Getränken zum Verweilen am neuen Kunststandort ein.

„Erscheinen – Verschwinden“ hat die Künstlerin Claudia Schmacke ihr Werk genannt, das in Form einer aus dem Bach gespeisten Fontäne – wie der Titel schon sagt – mal überraschend auftaucht, mal wieder verschwindet. Die in Witten geborene, in Berlin lebende Künstlerin lehrt seit 1994 an der Kunstakademie Düsseldorf und ist weltweit als Gastdozentin sowie mit Ausstellungen und dauerhaften Installationen unterwegs. Ihr Name dürfte in der Region nicht zuletzt bekannt sein durch die beeindruckende Installation „Undine“, die seit 2005 im Rahmen des von Unna aus gesteuerten Kooperationsprojekts „Hellweg – ein Lichtweg“ zu sehen ist. Schmackes neue Arbeit in Afferde spielt mit der Ambivalenz zwischen der technischen Struktur am Gewässer und einem scheinbar rätselhaften Naturschauspiel und erzeugt damit Aufmerksamkeit für einen ansonsten eher unspektakulären Bachlauf. Die Baumaßnahmen, für die das Wasser des Bachs angestaut werden mussten, haben bereits begonnen.

„Großartige Sache, gerade auch für eine dörfliche Lage wie in unserem Afferde, sehe ich in einer solchen Aktion ein echtes Highlight“, freut sich Afferdes Ortsvorsteher Hans-Jürgen Scheideler (Bild). Es sei zudem ein sichtbares Zeichen dafür, dass unsere Stadt nach wie vor kulturell trotz schweren finanziellen Wassers kreativ und handlungsfähig bleibt. „Ein gutes Gefühl für unsere Bürgerinnen und Bürger“, sagt er.

Erscheinen - Verschwinden - am Afferder Bach liegt nun Kunst am Wegesrand. (Foto: Rainer Schlautmann )

Erscheinen – Verschwinden – am Afferder Bach liegt nun Kunst am Wegesrand. (Foto: Rainer Schlautmann )

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