„unit21“ wird 10 Jahre alt: Grundschüler zeigten ihre Medienfitness

Lina, Zoe und Fabian, die drei aus der Schillerschule in Massen, zeigten keinerlei Lampenfieber. Begleitet von ihrem Schulleiter Matthias Landsberg („Der beste des Jahres“, rühmte Fabian schmunzelnd.) saßen sie im Zuschauerraum des Rathauses und warteten auf ihren Auftritt. Sie sollten wenige Minuten später vorstellen, wie „unit21“ sie im täglichen Unterricht begleitet und welche Medienkompetenz bereits sie als Grundschüler erlangt haben. „unit21“ nahm vor 10 Jahren 2003 die Arbeit auf und ist noch heute ein bundesweit beachtetes und bisweilen sogar erfolgreich nachgeahmtes Projekt.
Diesem Datum wollte der Schulausschuss eine kleine rückschauende Erinnerung widmen – auch um einmal wieder öffentlich darzustellen, wie weit sich in Unnas Schulsystem die Arbeit mit und an Computern entwickelt hat. Und sie ist nicht mehr, wie Hans Hubmann, Leiter der Gesamtschule Königsborn, die nun den Namen von Werner Siemens tragen darf, feststellte, darauf ausgerichtet, ein paar Programme im Handling zu erlernen. „Wir vermitteln an unseren Schulen etwas sehr Wichtiges, nämlich Medienkompetenz“, sagte er.

Zoe (links), Lina und Fabian stellten ihre Arbeit mit "unit21" vor. (Fotos: Rudi Bernhardt)

Zoe (rechts), Lina und Fabian stellten ihre Arbeit mit „unit21“ vor. (Fotos: Rudi Bernhardt)

Wieviel bereits in jungen Jahren davon erworben werden kann, das zeigten Lina, Zoe und Fabian fast professionell. Wenn etwas hakelte, dann war es die Ratssaal-Technik und nicht der Vortrag der Schüler, denn die zeigten lässig, dass sie genau wussten, wovon sie sprachen. Und der „beste Schulleiter des Jahres“ (O-Ton Fabian), Matthias Landsberg, war stolz auf seine Schüler.

Die saßen indes schon wieder in der zweiten Reihe und packten frohgelaunt jeder und jede ein Päckchen aus, dass Ausschussvorsitzende Annette Borowski und Dezernent Uwe Kornatz ihnen zum Dank in die Häde gedrückt hatten. Inhalt: Die bald unfairzichtbare Unna-Schoki, die langsam immer mehr Freundinnen und Freunde findet.
2003 gab es noch 21 Insellösungen an den 21 Schulen der Stadt – unhandlich, störanfällig und teuer. Sie zu vereinheitlichen und zu modernisieren traten Schulamt und WBU an. Heute gibt es 1800 Notebooks in Unnas Schulen, finden jährlich 7000 Unterrichtsstunden basierend auf dem „unit“-Progranmm statt, hat die Stadt zweimal den „e-learning award“ gewonnen, steht Unna vor einer Computerdichte von 1 auf 3 Schüler. „Und wir sind noch lange nicht am Ende eines fortschrittlichen Weges“, sagte Dezernent Uwe Kornatz, der dieses Projekt einst auf den Weg brachte und bis heute begleitet. Was damals in Abstimmung mit IHK und regionalem Handwerk begann, soll im Sinne der Kinder und derer Zukunft konzeptionell weiter entwickelt werden. „Wir tun alles dafür, dass in Unna Schulen der Zukunft entstehen und die Zukunft der Schulen immer kreativ gestaltet wird“, sagen übereinstimmend Schulausschussvorsitzende Annette Borowski und Sebastian Laaser, der ein wenig bedauert, dass „unit 21“ erst kurz nach seiner Schullaufbahn eingeführt wurde.

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