Aggi ist zu gern als Gast bei Karl Dittrichs Agethen

Ich hatte es ja schon beschrieben: Karl Dittrich und Freunde, sie bringen uns den Aggi zurück. Das gilt in allerlei Hinsicht.

Zum ersten: Wie zuvor angekündigt und fest versprochen sorgte die bunte Truppe um den ehemaligen Fotografen der ehemaligen Westfälischen Rundschau dafür, dass ins Traditionslokal neben dem „Fäßchen“ wieder Leben einzog.

Zum zweiten: Wie zuvor angekündigt und versprochen erhielt das Haus wieder den überlieferten Namen Agethen und wurde nicht mit irgendwelchen Begriffen getauft, die niemand mit dem Fachwerkhaus neben dem „Fäßchen“ verbindet.

Zum dritten: Wie zuvor angekündigt und versprochen besorgte sich Karl Dittrich von unserem Aggi dessen Originalrezept für seine Bremsklötze, und sie schmecken wirklich wie früher. Kleiner Hinweis. Man kann die Dinger auch mit dem heutigen Senf (original Unnaer aus Thüringen) lecker zu sich nehmen, aber für die Puristen sollte immer noch der ganz simple, scharfe (bitte der scharfe) Löwensenf bereit gehalten werden.

Für seinen alten Freund und Ex-Kollegen stellt sich Dirk Berger gern mal hinter den Tresen und zapft das Helle für die Gäste im Biergarten.

Für seinen alten Freund und Ex-Kollegen stellt sich Dirk Berger gern mal hinter den Tresen und zapft das Helle für die Gäste im Biergarten. (Foto: Rudi Bernhardt)

Aber, um es ganz zu toppen mit dem Aggi-Wiederbringen, er ist auch in persona anwesend, hockt sich gern an heißen Sommerabenden an den Stammtisch rechts vom hinteren Eingang neben dem open-air-Ausschank und plaudert da beim Hellen mit alten Freunden und denjenigen, die derzeit so erfolgreich den Traditionsfaden seiner Gastfreundlichkeit wieder aufnehmen. Und auch er tritt in eine Familientradition, denn einst saß sein Vater da, als Aggi die Arbeit in die Hände genommen hatte und trank sich sein Helles und gab dem Nachfolger und Sohn gute Ratschläge.

Später gesellt sich noch Bernhard Lewenig dazu, schaut auch Wolfgang Frenser noch vorbei und trudeln so lange altbekannte Gesichter in den Biergarten an diesem schönen Sommerabend, dass der sich bis zur Grenzlast füllt. Wie früher eben, und da saß der Karl selbst noch vor einem Humpen und unterhielt den ganzen Tisch.

Heute wird er von Dirk Berger gern mal vertreten, so auf dem Wege der Nachbarschaftshilfe, auch ein früherer Kollege der früheren Westfälischen Rundschau. Da meinte man als es sie noch wirklich in echt gab, auch diesen Mann frühzeitig einsparen zu müssen, was eine ziemlich Dummheit war, weil der wie kein anderer fabelhafte Reportagen zu schreiben verstand. Und so zapft er heute ab und an Biergartenpils für seinen alten Freund, dass der sich anderen Aufgaben des Gastwirtes widmen kann.

Andy Koch nebst Gattin ist auch am Ort und verkostet genüsslich Althergebrachtes. Überwiegend scheint der feinschmeckende Hobbykoch zufrieden. Nur einen Mangel hat er ausgemacht. „Salatblätter oder so was gehören nicht auf einen Salzkuchen mit Käse und der Käse gehört dicker aufgeschnitten, dafür zahle ich auch gern mehr“, lacht er und zeigt auf die hellen Salatblattspuren, die dem Käse seiner Ansicht nach überhaupt nicht stehen. Aber das tut seiner Begeisterung für Karl Dittrichs wieder erstandenen Aggi keinen Abbruch.

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