Die Partnerschaft mit Pisa ist brüderlich lebendig

Bürgermeister Filippeschi begrüßte die Gäste aus Unna im prächtigen Ratssaal, der gerade restairiert wird.

Bürgermeister Filippeschi begrüßte die Gäste aus Unna im prächtigen Ratssaal, der gerade restauriert wird.

Vorab, dass niemand auf völlig falsche Gedanken kommen kann: Die SPD-Fraktion ist zwar verreist, aber bezahlt hat ein jeder, hat eine jede, die da mitfuhren, alles selbst. „Dafür haben wir schon zu Beginn der Wahlperiode begonnen anzusparen, in diesen wie in die Wahlperiodenhalbzeit-Ausflüge der Vorjahre floss stets nur privates Geld“, sagt Fraktionschef Michael Hoffmann. Und stellt fest: „Es war eine wunderbare Reise nach Pisa und wir sind danach wieder einmal ungemein stolz, sie zu unseren Partnerstädten zählen zu dürfen!“

Stolz war auch Helmut Tewes aus Massen, der sich seit er dem Rat der Stadt Unna angehört, intensiv darum kümmert, dass der europäische Gedanke auf kommunaler Ebene lebendig erhalten wird und die Städtepartnerschaften mit Leben gefüllt werden. „Wir haben erleben dürfen, dass Pisa uns herzlich aufnahm und die Menschen sofort ein einladendes Lächeln zeigten, wenn sie hörten, dass jemand aus Unna sich in der Stadt aufhält“, sagt er.

Nicht zuletzt auch Bürgermeister Marco Filipeschi, der gerade mal zwei Wochen triumphal wiedergewählte Bürgermeister Pisas. Er begrüßte die Delegation der Sozialdemokraten persönlich und bedankte sich für die besondere Aufmerksamkeit, die sowohl seiner Stadt als auch in den zurückliegenden Wochen seiner Person gewidmet worden war. Er nahm die Gelegenheit wahr, die berauschenden Frescen im Ratssaal zu erklären, die geradeerst restauriert wurden. Daher sei der Ratssaal derzeit auch nicht genutzt, sei die Bestuhlung anderweitig untergebracht, bis der Raum fertiggestellt sein wird. Pisas Rathaus stammt aus dem 14. Jahrhundert, unseres ist da etwas jünger, aber auch noch recht rüstig. Bürgermeister (ital.: sindaco) Marco Filippeschi ist im übrigen Mitglied des Stadtverbands Unna der SPD und hält sein Parteibuch aus Deutschland in Ehren, wie er versichert.

Neben großartigen kulturellen Eindrücken und interessanten Einblicken in das politische Geschehen in Pisa, gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in Gesamteuropa, bekamen die Sozialdemokraten auch einen Eindruck vom festlichen Pisa. Alljährlich feiern die Menschen dort ein fröhliches Lichterfest zu Ehren des Heiligen Rainieri (mein Ex-Kollege Rainer Spindler war darauf immer besonders stolz, dass sein Name dieses Fest schmückt), der als wohlhabender Bürger Haus und Hof verließ und Einsiedler wurde. Erst als seine Altersgebrechen dem harten Dasein in der Einsielei nicht mehr recht standhalten konnten, kehrte er in seine Heimatstadt zurück und wird dort bis heute verehrt.

Ein gewaltiges Höhenfeuerwerk war der Höhepunkt der Festlichkeiten zu Ehren des Heiligen Rainieri.

Ein gewaltiges Höhenfeuerwerk war der Höhepunkt der Festlichkeiten zu Ehren des Heiligen Rainieri.

Und wie alle Jahre wieder schmückten die Pisaner am Samstag (15. Juni) die Fassaden der Innenstadthäuser entlang des Arno mit Lichtern und machten die Kommune in einem Gewaltakt in nur wenigen Stunden zu einem strahlenden Schmuckstück, dass noch bis in die Nachtstunden aus einem Hubschrauber filmisch übertragen wurde. „Eine herrliche Feier und eine sagenhafte Stimmung“, schwärmten die sozialdemokratischen Gäste. Dieser wunderbare Abend wurde mit einem kaum enden wollenden Feuerwerk gekrönt. „Alles nur für uns?“ Die scherzhafte Frage wurde mit einem ebenso wenig ernst gemeinten „Ja“ beantwortet.

Anja und Christian Driller aus Mühlhausen schrieben dazu:

„Wir hoffen, es geht euch allen gut. Nun hat uns der Alltag bereits wieder. Aber diese Tage in der Toscana bleiben noch lange in unserer Erinnerung.

Wir wollen uns auf diesem Wege noch einmal recht herzlich dafür bedanken, dass wir diese Reise mitmachen durften und dass ihr uns so nett in die Gruppe aufgenommen habt. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir haben viele nette Leute kennenlernen dürfen. Nochmals Danke!!!“

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