Rat blieb einstimmig: Bürgschaft für das EKUnna ist beschlossen

Peter Gördeler und Dr. Dietmar Herberhold verfolgen die Ratssitzung

Peter Gördeler und Dr. Dietmar Herberhold verfolgen die Ratssitzung.

Gespannt verfolgten Stiftungsvorsitzender Dr. Dietmar Herberhold und Verwaltungsleiter Peter Gördeler im Zuschauerraum des Ratssaales die Diskussion. Am Ende nahmen sie erfreut zur Kenntnis, dass dieser Unnaer Rat einstimmig den Beschluss für eine Bürgschaftserteilung über eine Darlehenshöhe von 2,5 Mio. Euro fasste. Zuvor hatte es noch die Mitteilung geben, dass die Kommunalaufsicht ihrerseits in jeder Hinsicht grünes Licht gegeben habe. Die Rahmenbedingungen für eine Gesamtinvestition von rund 11 Mio. Euro waren geschaffen.

Von einer „katastrophalen finanziellen Lage“ war am Morgen noch frisch zu lesen gewesen, auch davon, dass es sich beim EKUnna angeblich um ein „marodes Haus“ handeln soll. „Es verschlägt mir die Sprache“, quittierte Dr. Herberhold Berichte mit derartigem Zungenschlag. „Wir schreiben schwarze Zahlen, andere Häuser haben es schwer, und dort werden weniger gute Ergebnisse erzielt“, sagt der Stiftungsvorstand. Es sei zwar richtig, dass das EK noch daran zu arbeiten habe, wieder über eine zufriedenstellende Kapitaldecke zu verfügen. Eines aber erscheint Dr. Herberhold sicher: „Wir stehen auf sicheren Füßen, wir investieren, damit wir konkurrenzfähig auch für die Zukunft bleiben!“ Und: „Wesentliche wirtschaftliche Daten unseres Hauses wurden bisher nicht von den Medien abgefragt, daher haben wir auch nie darüber Auskunft gegeben.“ Keine Frage, keine Antwort.

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben es seiner Ansicht nach auf keinen Fall verdient, durch eigenwillige Zungenschläge in der Berichterstattung der vergangenen Wochen verängstigt und verunsichert zu werden. Patienten und Bürger ebenso wenig. Das ingesamt über 750 Menschen starke Team des EKUnna habe in der Vergangenheit vieles gemeinsam gestemmt, manchmal schmerzhaft verzichtet, damit das gesamte System voran kommt. Jetzt im Hinterkopf haben zu müssen, dass vielleicht der eigene Arbeitsplatz gefährdet sein könnte, sei unnötig und falsch.

Das EK werde durch die Investitionen in eine sichere Zukunft geführt und alle begleitenden Maßnahmen – wie beispielsweise die Bürgschaft der Stadt – seien mit den Kollegen des Katharinen Hospitals abgestimmt.

 

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