Tagträume: Uli, der Staatsanwalt und ich – Nur der BVB

Bernabeu

Stadion Bernabeu: Eine Station auf dem triumphalen Weg des BVB.

Ich habe ja, wie ihr alle ahnt, manche wissen und andere überzeugt sind, ich habe gern mal Tagträume. Dann und wann sogar nachts.

Ich träumte, dass der Staatsanwalt, der Uli im plaudernden Gespräch eine langfristige Bewährung einer kurzen Haft anbot, BVB-Fan ist und sein Wohlwollen davon abhängig machte, wie das Spiel in Wembley ausgehe. Bei einem Bayern-Sieg, darauf machte er fürsorglich schon einmal aufmerksam, gehe er mit ziemlich schlechter Laune ins strafmaßbedrohende Plädoyer, bei einem Sieg schwebe er im 7. BVB-Himmel und hege nachsichtige Grundstimmung. Uli machte demütig darauf aufmerksam, dass er Fußballspiele nicht beeinflussen könne, das gelänge bekanntermaßen ja nicht einmal dem „Herrn da oben“. Daher müsse er sich willenlos in die Hand des Herrn Staatsanwaltes begeben und der Tore harren, wie sie fallen werden. Er sei indes einerseits Optimist – was das eigene Schicksal angehe – und andererseits Realist, was den BVB angehe. Der, das wage er zu prognostizieren, werde alles daran setzen, die Laune des Herrn Staatsanwaltes zu heben und daher so um die 4:1 siegen. Der Staatsanwalt klappte treuherzig lächelnd die Akte zu, verabschiedete sich artig von Uli und murmelte sanftmütig: „Das wollte ich hören, Herr Hoeneß! Wir Dortmunder arbeiten ehrlichen Fußball, brauchen kein Wohlwollen Dritter und siegen, auch wenn es unmöglich erscheint. Habe die Ehre!“
Ich erwachte und grinste blöd.

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